Der Petersburger Dialog wurde als offenes Diskussionsforum im Jahr 2001 ins Leben gerufen und fördert die Verständigung zwischen den Zivilgesellschaften beider Länder. Er steht unter der Schirmherrschaft des jeweils amtierenden deutschen Bundeskanzlers und des jeweils amtierenden 
Foto: Thomas Augsten russischen Präsidenten und findet in der Regel einmal jährlich abwechselnd in Deutschland und in Russland statt.
Konzeption
Der Petersburger Dialog ist eine offen angelegte Konferenz, die sich gesellschaftlichen Zeitfragen und Fragen der deutsch-russischen Beziehungen widmet. Er versteht sich nicht nur als eine regelmäßig tagende deutsch-russische Diskussionsplattform, sondern fungiert auch als Ideengeber für konkrete Projekte. Durch die Einbeziehung von zentralen Institutionen und nichtstaatlichen Organisationen, die sich mit dem deutsch-russischen Dialog befassen, werden bestehende Netzwerke gestärkt und neue Konzepte entwickelt. In Plenar- und Arbeitsgruppensitzungen werden die Schlüsselthemen der deutsch-russischen Beziehungen diskutiert. Zwischen den Jahrestagungen werden bei weiteren Treffen konkrete Fragestellungen im kleinen Kreis erörtert und neue Projekte initiiert. Dabei sind alle Programmpunkte für Pressevertreter geöffnet.
Teilnehmer
Auf deutscher und russischer Seite nehmen jeweils etwa 100 Vertreter des öffentlichen Lebens mit Multiplikatorfunktion und junge Experten aus allen gesellschaftlichen Bereichen teil. Die Einladung erfolgt durch den Lenkungsausschuss.
Lenkungsausschuss
Der Petersburger Dialog wird von deutscher und von russischer Seite durch einen paritätisch besetzten, unabhängigen Lenkungsausschuss koordiniert, der das Gesprächsforum plant, thematisch vorbereitet und einberuft sowie die Finanzen für seine Durchführung sichert. Der Lenkungsausschuss besteht auf jeder Seite aus Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, die sich zur Verfügung stellen, um die Ziele und Aufgaben des Dialogs inhaltlich zu gestalten. Vorsitzende des Ausschusses sind Lothar de Maizière auf deutscher Seite und Wiktor Subkow auf der russischen Seite. Der Lenkungsausschuss tagt mehrmals jährlich, davon einmal im Jahr auf bilateraler Ebene. Der Lenkungsausschuss gewährleistet, dass Deutsche und Russen über alle gesellschaftlichen Bereiche miteinander ins Gespräch kommen und gemeinsam Wege entwickeln, wie sich eine stabile Zivilgesellschaft schaffen und gestalten lässt.
Sekretariate
Beide Seiten arbeiten mit einem ständigen Sekretariat. Die Sekretariate sind mit der organisatorischen Umsetzung des Petersburger Dialogs und weiteren Projekten der Arbeitsgruppen sowie der Organisation der Sitzungen des Lenkungsausschusses betraut. Auf deutscher Seite hat das Sekretariat des Petersburger Dialog e.V. seinen Sitz beim Deutsch-Russischen Forum e.V.
Finanzierung
Der Petersburger Dialog wird von politischen und privaten Stiftungen, von Wirtschaftsunternehmen aus Deutschland und Russland sowie von der Bundesregierung und der Regierung der Russischen Föderation unterstützt. Darüber hinaus wird die Veranstaltung jedes Jahr von unterschiedlichen Unternehmen aus der Wirtschaft gefördert. Diese finden Sie in der Rubrik Hauptveranstaltung im jeweiligen Unterpunkt Förderer.
