Zeichen der Verständigung: Petersburger Dialog gedenkt gemeinsam dem Ende des Zweiten Weltkriegs

Berlin, 16. April 2015. Am 17. April 2015 treffen deutscher und russischer Vorstand sowie die Koordinatoren der acht Arbeitsgruppen des Petersburger Dialogs zu einer bilateralen Tagung zusammen. Gemeinsam werden beide Delegationen an der Gedenkveranstaltung des Landes Brandenburg und des Landkreises Märkisch-Oderland zum 70. Jahrestag der Schlacht um die Seelower Höhen teilnehmen.

„Es war mir wichtig, dass der Petersburger Dialog zum 70. Jahrestag des Kriegsendes ein sichtbares Zeichen setzt“, erläutert der Vorsitzende des deutschen Lenkungsausschusses Dr. h.c. Lothar de Maizière. „Ich habe mit unseren russischen Partnern abgesprochen, dass wir uns in Seelow treffen, einem Ort, der symbolisch für die Grausamkeiten der Schlacht um Berlin und des Krieges insgesamt steht. Der Petersburger Dialog setzt sich mit seiner Arbeit für Verständigung und Versöhnung ein, dies wollen wir in Seelow mit dem gemeinsamen Gedenken unterstreichen“, so de Maizière weiter.

Neben Kranzniederlegungen auf dem Ehrenmal für die Gefallenen der Roten Armee sowie der deutschen Kriegsgräberstätte sind symbolische Aktionen wie Fliederpflanzung und Friedenstauben geplant. Zur zentralen Gedenkveranstaltung im Kreiskulturhaus Seelow unter dem Motto „Gedenken–Erinnern–Mahnen“ werden Reden des Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg Dietmar Woidke, des Botschafters der Russischen Föderation Wladimir Grinin und des Landrats des Landkreises Märkisch-Oderland Gernot Schmidt erwartet.

Die erweiterte Vorstandstagung des Petersburger Dialogs am 17. April unter dem Vorsitz von Lothar de Maizière und Wiktor Subkow ist das erste bilaterale Gremientreffen des Petersburger Dialogs seit der Absage der Hauptveranstaltung im Oktober 2014.