"Außenpolitische Doktrinen im Wandel: Vom 'Gemeinsamen Europäischen Haus' zur gemeinsamen Verantwortung angesichts globaler Herausforderungen"
In seinem einführenden Beitrag hebt der Vorsitzende des Ausschusses für internationale Angelegenheiten Margelov die Ausnahmesituation hervor, in der die gemeinsamen Konsultationen stattfinden. Man befinde sich im Krieg gegen den internationalen Terrorismus, der die gesamte zivilisierte Welt zum Angriffsziel gewählt habe. Es sei eine intensive Zusammenarbeit erforderlich, um den Gefahren wirksam begegnen zu können. Frau Bungarten betont ebenfalls die gemeinsame Verantwortung einer gesamteuropäischen Zusammenarbeit, sieht aber zugleich den Staat mit dieser Aufgabe überfordert.
"Jenseits von Öl und Gas – bilaterale Kooperation, Mittelstand und Wettbewerbsfähigkeit"
Die Sitzung der Arbeitsgruppe Wirtschaft gliederte sich in drei Schwerpunkte:
1. Outsourcing. Was können Großunternehmen tun, um Aufgaben an Mittelständler abzugeben, die eigene Fertigungstiefe zu verringern und gleichzeitig Wertschöpfung in neuen, innovativen Unternehmen zu kreieren?
2. Schaffung von Rahmenbedingungen für KMU (Sonderwirtschaftszonen, Freihandelszonen, Industrieparks, E-Government)
3. Finanzierung. Wie kann innerhalb der deutsch-russischen Wirtschaftskooperation die Finanzierung deutscher und russischer mittelständischer Projekte verbessert werden?
"Kampf gegen Terrorismus und Einschränkung der bürgerlichen Rechte"
Die Diskussion des Themas „Kampf gegen Terrorismus und Einschränkung der bürgerlichen Rechte“ stellte unterschiedliche Ausgangsbedingungen für diese Problematik in Deutschland und Russland. Beide Länder stehen durch den Kampf gegen Terrorismus vor großen Herausforderungen für die Rechtsordnung.
"Perspektiven der deutsch-russischen Wissenschaftskooperation"
A. Zwischenbilanz der bisherigen Arbeit
Die Arbeitsgruppe nimmt mit großer Zufriedenheit zur Kenntnis, dass das intensive Bemühen um Verbesserung des Jugendaustausches demnächst durch Unterzeichnung eines Regierungsabkommens einen wichtigen Schritt vorankommen wird. Im Mittelpunkt des Abkommens steht die jugendpolitische Zusammenarbeit, um Jugendlichen aller Regionen beider Länder aus allen gesellschaftlichen Bereichen und Schichten gleiche Zugangschancen zu eröffnen.
"Wie geht es weiter nach den deutsch-russischen Kulturjahren im Hinblick auf das Erinnerungsjahr 2005?"
Unter dem Eindruck der schrecklichen Terroranschläge der jüngsten Zeit haben die Mitglieder der Arbeitsgruppe Kultur einmütig festgestellt, daß der kulturelle Austausch die Beziehungen zwischen den Menschen und den Völkern der Welt nur positiv beeinflussen kann. Dieser Austausch vermag die notwendigen politischen, polizeilichen und militärischen Maßnahmen zur Bekämpfung des Terrorismus nicht zu ersetzen. Es ist aber die feste Überzeugung aller Mitglieder der Arbeitsgruppe, daß der kulturelle Dialog sehr wohl die Lösung politischer und ökonomischer Krisen befördern und dazu beitragen kann, die Entstehung neuer Konflikte zu verhindern.
"Medienkonzentration und Medienfreiheit – die Lage und die Folgen"
Nachdem im vergangenen Jahr über „Die Ethik des Journalismus“ diskutiert worden war (Referat Dr. Michael Naumann, Herausgeber der deutschen Wochenzeitung „Die Zeit“), ging es in diesem Jahr in Hamburg um das Thema „Medienkonzentration und Medienfreiheit – die Lage und die Folgen“.
„Zukunftswerkstatt: Welche Chancen sieht die junge Generation in den beiderseitigen Beziehungen?“
Beim vierten Petersburger Dialog in Hamburg tagte zum ersten Mal die Arbeitsgruppe Zukunftswerkstatt. Sie tagte in den Räumen von Gruner + Jahr. An der Sitzung nahmen ca. 25 junge Wissenschaftler, Journalisten, Wirtschaftsvertreter, Politiker aus beiden Ländern teil. Viele von ihnen hatten bereits größere Erfahrung bei praktischen Projekten oder Austauschprogrammen im Bereich der deutsch-russischen Beziehungen gesammelt, die sie bisher in den Petersburger Dialog nicht einbringen konnten. Die Zukunftswerkstatt wurde zu einem Sammelbecken von Projektideen, von denen einige möglicherweise im Rahmen des Dialogs zur Geltung kommen könnten.