Russischer Präsident Medwedew in Berlin

Foto: Wolfgang Borrs
Foto: Hermann Heibel
Foto: Wolfgang Borrs
Foto: Wolgang Borrs
Foto: Hermann Heibel

Der russische Präsident Dmitri A. Medwedew ist im Rahmen seines Antrittsbesuches in Deutschland bei einer Vortragsveranstaltung aufgetreten, die durch den Petersburger Dialog, den Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft, die Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik und das Deutsch-Russische Forum initiiert worden war. Im Anschluss an seinen Vortrag beantwortete der Präsident Fragen aus dem Publikum.

Der russische Präsident ist überzeugt, dass den deutsch-russischen Beziehungen eine glänzende Zukunft bevorsteht. Mit diesen Worten beendete Medwedew seinen Auftritt vor Vertretern der Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft am 5. Juni 2008 in Berlin. Die Vortragsveranstaltung im Hotel Intercontinental war mit etwa 800 zum Teil prominenten Gästen sowie zahlreichen Pressevertretern gut besucht.
Den Vortrag des russischen Präsidenten in deutscher Übersetzung finden Sie hier. Die russische Originalversion können Sie hier nachlesen.

Im Folgenden finden Sie eine Auswahl an Zitaten sowie einige Fotos zu seinem Besuch in Berlin.
 

„Die deutsch-russischen Beziehungen haben eine gute Zukunft. Denn Sie zeigen Interesse, stellen unterschiedliche Fragen, sind nicht gleichgültig gegenüber der Frage, aus welchem Geflecht die deutsch-russischen Beziehungen bestehen. Der Umstand, dass hier sowohl Vertreter der Wirtschaftselite, Angestellte des Staates, Abgeordnete und Vertreter von gesellschaftlichen Organisationen vertreten sind, stimmt mich darauf ein, dass das Wichtigste, wonach wir streben, die Entwicklung eines vollwertigen gesellschaftlichen Dialoges ist, damit wir einander hören können, damit wir an gemeinsamen wirtschaftlichen und sozialen Projekten arbeiten können.“ (Präsident Medwedew)

„Zur Frage der gesamthumanitären Aspekte: Es ist offensichtlich und sehr wichtig, dass ein Austausch auf der Ebene der Zivilgesellschaften stattfindet, und das nicht nur im Dialogformat der Eliten. [...] Es ist wichtig, dass viel mehr die breiten Schichten unserer Völker in das Geflecht der Beziehungen einbezogen werden, dass es ständige Austausche gibt.“ (Präsident Medwedew)
 

„Es gibt auch eine Reihe von technologischen Fragen, bei denen wir bereits zusammenarbeiten. Ein Beispiel ist die Entwicklung des nationalen Projektes zur Modernisierung des Gesundheitswesens in unserem Land. Wir haben den Beschluss gefasst, fünfzehn absolut neue und hochtechnologische Gesundheitszentren zu schaffen. [...] Ich denke, dass wir alle Voraussetzungen und auch Anhaltspunkte haben, um dieses Projekt weiterzuentwickeln. Unter anderem auch in Vorbereitung des Petersburger Dialogs [...].“ (Präsident Medwedew)

„Wir können sagen, dass sich die bilateralen Beziehungen gut entwickelt haben und dass zwischen uns auch der Wille besteht, sie weiter gut zu entwickeln. Wir haben vereinbart, einen offenen und ehrlichen Austausch zu führen, und haben uns deshalb auch über die Situation in unseren Ländern unterhalten, gerade auch über die Situation in Russland und über die entsprechenden Fragen des Kontaktes mit der Zivilgesellschaft. Ich will für die deutsche Seite sagen: Für uns ist deshalb der Petersburger Dialog von einer ganz besonderen Bedeutung. Ich freue mich sehr, dass heute bei dem Treffen mit der Wirtschaft auch die Vertreter des Petersburger Dialogs dabei sein werden, damit der erste Besuch des Präsidenten auch wirklich ein Besuch ist, bei dem die ganze Breite der Beziehungen zur Sprache kommt.“ (Bundeskanzlerin Merkel in der Pressekonferenz mit Präsident Medwedew)

„Insbesondere die Bereiche der Partnerschaft, die sich auf die Gesundheitsfürsorge und Rechtsstaatlichkeit beziehen, sind in ihrem Kern Themen, die den Bürger betreffen, denn sie setzen die Grundprämissen für eine soziale und freiheitliche Gesellschaftsordnung. […] Für den Petersburger Dialog kann ich Ihnen versichern, dass wir gerne bereit sind, bei diesem Anliegen eine tragende Rolle zu übernehmen.“ (Lothar de Maizière in einem abschließenden Kommentar zur Vortragsveranstaltung mit Präsident Medwedew)