Preisträger des Peter-Boenisch-Gedächtnispreises 2011

Die Preisträger des Peter-Boenisch-Gedächtnispreises 2011; Foto: Sascha Radke
Für "butterbrot" nahm Xenia Saljukowa den Preis entgegen; Foto: Sascha Radke
Preisträgerin Mareike Aden; Foto: Sascha Radke
Für "butterbrot" nahm Xenia Saljukowa den Preis entgegen; Foto: Sascha Radke
Foto: Sascha Radke

Deutsche Preisträgerin: Mareike Aden

Die deutsche Preisträgerin des diesjährigen Peter-Boenisch-Gedächtnispreises heißt Mareike Aden. In der Begründung der Jury heißt es: "Mareike Aden greift Themen der russischen Gegenwart auf, beschreibt sie exemplarisch an den handelnden Menschen und setzt die Themen auch in den Bezug des europäischen Zusammenseins der Nationen und ihrer Völker. Sie wirft dabei ein besonderes Augenmerk auf das deutsch-russische Verhältnis und beschreibt in vielen ihrer Arbeiten an konkreten Fällen, was gewöhnlich-menschlicher Kontakt zu bewirken vermag."

Beiträge von Mareike Aden:
"Im Tal des Sibirischen Tigers", 19. April 2010, ZEIT
"Frostiger Einsatz gegen die Klimaerwärmung", DW-TV

"Russland dreht am Rad der Geschichte", 6. Januar 2011, Deutschlandfunk
"Ehemalige Zwangsarbeiter", 23. September 2010, Deutschlandfunk

Russische Preisträger: Anstasia Roschkowa und die Zeitschrift "butterbrot"

Von russischer Seite teilen sich in diesem Jahr Anastasia Roschkowa und die Zeitschrift "butterbrot" den Peter-Boenisch-Gedächtnispreis. Anastasia Roschkowa erhält als jüngste Wettbewerbsteilnehmerin den Preis für ihren Beitrag „Jahre von Ressentiments und Bitterkeit“. Sie überzeugte die Jury durch ihr gutes literarisches Niveau und die ausgeprägte bürgerliche, soziale und moralische Position. Die Zeitschrift "butterbrot" ist ein Gemeinschaftswerk einer Gruppe von Journalistik-Studenten der Staatlichen Universität Tomsk und des Instituts für Journalistik und Kommunikationswissenschaft der Universität Hannover. Sie erhalten den Peter-Boenisch-Gedächtnispreis 2011 für die wahrheitsgetreue Darstellung der Wirklichkeit und die Überwindung aller Stereotypen, für die Originalität des Denkens und für die in Texten und Bildern kreativ vergegenständlichten Erfahrungen.

Ein Sonderpreis wurde in diesem Jahr an Wladimir Kondratjew für seine langjärhige und verdienstvolle Tätigkeit als Journalist verliehen. Wladimir Kondratjew ist einer der bekanntesten russischen TV-Journalisten und war über 11 Jahre in Deutschland tätig. Von 1986 bis 1994 leitete er die Vertretung des Gosteleradio der UdSSR. Еr war Chef der Filiale des Funk- und Fernsehkomplexes Ostankino in Bonn und von 1994 bis 1997 war er Direktor der Vertretung des TV-Kanals NTW in Berlin. Wladimir Kondratjew ist Autor des Films „Die Mauer“, einer Dokumentation in Spielfilmlänge, erschienen zum 20. Jahrestag des Falls der Berliner Mauer. Es ist der erste Streifen dieser Art im russischen Fernsehen, der so ausführlich nicht nur über die Geschichte der Errichtung und des Falls der Berliner Mauer erzählt, sondern auch darüber, welche Ereignisse und welche Ursachen ihrer Errichtung vorangegangen sind und was nach ihrem Fall passiert ist.
 

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Ausschreibung Peter-Boenisch-Gedächtnispreis 2011157.2 KB