Peter-Boenisch-Gedächtnispreis 2013

Prof. Michael Rutz und Witali Ignatenko
 Inna Hartwich - Trägerin des Peter-Boenisch-Gedächtnispreises 2013 von deutscher Seite
Leonid Mletschin - Träger des Sonderpreises im Rahmen des Peter-Boenisch-Gedächtnispreises 2013
Andrej Raskin - Träger des Peter-Boenisch-Gedächtnispreises 2013 von russischer Seite
 Michail Tjurkin - Träger des Peter-Boenisch-Gedächtnispreises 2013 von russischer Seite
Peter-Boenisch-Gedächtnispreisträger 2013

Peter-Boenisch-Gedächtnispreisträger 2013


Trägerin des Peter-Boenisch-Gedächtnispreises 2013 von deutscher Seite

Inna Hartwich

Politische Beziehungen zwischen Staaten sind dauerhaft nur erfolgreich, wenn die Menschen sich kennen und sich über ihren Alltag austauschen. Inna Hartwich hat in ihren Reportagen die Großstädte verlassen und mit Menschen gesprochen und illustriert so die Lebensumstände der Bevölkerung. Die Rolle der Frauen in Russland, die Lage in russischen Jugendgefängnissen, die Versöhnung nach der Schlacht von Stalingrad - Themen wie diese schildert Frau Hartwich detailreich, bestens recherchiert und in exzellentem Stil. Sie bleibt kritisch, ihren Themen und den Menschen aber zugewandt. Aus diesen Gründen erhält sie den Peter-Boenisch-Gedächtnispreis 2013.

Lebenslauf Inna Hartwich
Geboren am 28. Januar 1980.
Studium der Romanistik/Slawistik/Ethnologie an den Universitäten Heidelberg, Nizza, St. Petersburg (Magistra Artium); Studium der Architektur an der Bauhaus-Universität Weimar.
Seit 09/2013 Asienkorrespondentin (u.a. Berliner Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Frankfurter Rundschau, Stuttgarter Zeitung, Mannheimer Morgen), mit Sitz in Peking, zuständig für China, Japan, Süd- und Nordkorea
10/2010-09/2013 freie Korrespondentin für Russland und die Ex-Sowjetrepubliken, mit Sitz in Moskau (u.a. Mannheimer Morgen, Stuttgarter Nachrichten, Bonner Generalanzeiger, Wiener Zeitung, Neue Luzerner Zeitung u. a.)
10/2010-12/2010 Gastredakteurin bei der russischen Zeitung Kommersant, Moskau (Innenpolitikressort; Marion Gräfin Dönhoff-Journalistenstipendium)
08/2008-08/2010 Volontärin, Mannheimer Morgen, Mannheim
04/1998-08/2008 Praktika Moskauer Deutsche Zeitung, Moskau, dpa, Berlin; Süddeutsche Zeitung, München; Rhein-Neckar-Zeitung, Heidelberg; Stuttgarter Nachrichten, Stuttgart; Thüringische Landeszeitung, Weimar; Frankenberger Zeitung, Frankenberg

 

 

Träger des Peter-Boenisch-Gedächtnispreises 2013 von russischer Seite

Andrej Raskin


Der Petersburger Dialog verleiht den Peter-Boenisch-Gedächtnispreis 2013 an Andrej Raskin, Student der Fakultät für Journalistik an der Lomonossow-Universität Moskau, für die Publikationen in „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ und „MK-sootetschestwennik“ („Der Geschmack der alten Heimat“, „Ein Stück Heimat auf Zeitungspapier“, „Zurück nach Pawlowsk“).

Lebenslauf Andrej Raskin
Geboren am 27.08.1993 in Moskau.
2000 – 2010 Schule „Cervantes“ № 1252, Moskau, Spanisch-Unterricht
2008 – 2010 Schule des jungen Journalisten, Moskau, Schülerpraktikum im Fernsehkanal „Kultur“
2009 – Preis des Zentrums für die Zusammenarbeit der Bürgerinitiativen und des Journalistenverbandes für das beste Reportage in einer Kreiszeitung Seit 2010, Die Moskauer Staatliche Universität, Fakultät für Journalistik, Moskau, Student, Deutsch-Unterricht
2010-2011 “Russia Today“, Moskau, Praktikant / Filmautor / Nachrichtenschreiber
2011 “Mischmasch-Zeitung“ (Die lokale Zeitung der Studenten des ersten Studienjahrs, internationale Abteilung, Moskau, Redakteur
Seit 2009 Internetrundfunk der Fakultät für Journalistik “FMGU“, Moskau, Redakteur
Seit 2011 “Russia Beyond the Headlines“, Moskau, Korrespondent (Freelancer)
2012 Sommersprachschule in der Humboldt-Universität zu Berlin Student, Deutsch als Fremdsprache
2012 Agentur für Public Relations und Marketing „Kaisercommunication GmbH“, Praktikant
2013 “Rhein-Main Zeitung” (Frankfurter Allgemeine Zeitung), Korrespondent
2013 monatliche Zeitung “Moskauer Komsomolze – Landsleute“, Korrespondent
Seit 2012 Freies Russisch-Deutsches Institut für Publizistik, Student
2013 – Allrussischer Wettbewerb der jungen außenpolitischen Journalisten, organisiert vom Rat für internationale Angelegenheiten Russlands gemeinsam mit der Zeitschrift „Internationales Leben“ und dem Journalistenverband Russlands. III. Platz in der Nominierung „Bestes Interview zur internationalen Problematik“.

 

Träger des Peter-Boenisch-Gedächtnispreises 2013 von russischer Seite

Michail Tjurkin


Der Petersburger Dialog verleiht den Peter-Boenisch-Gedächtnispreis 2013 an Michail Tjurkin, den internationalen Beobachter der Zeitung „Newskoje wremja“, für sein Material mit dem Sammeltitel „Die Deutschstunden“ (Interview mit der deutschen Journalistin Gisela Knappe „Vor meinen Augen wurde aus Leningrad Petersburg“; „Wenn die Politik eine saubere Sache wird“; „Die Deutschstunden“; „Der Staat sind wir, Deutschen“).

Lebenslauf Michail Tjurkin
Geboren am 03.05.1984 in Leningrad.
09.2001 – 12.2006: Staatliche Universität Sankt Petersburg, historische Fakultät. Fachrichtung: Geschichte der Neuzeit und Zeitgeschichte
10.2008 bis heute: Staatliche Universität Sankt Petersburg, Fakultät für internationale Beziehungen, Doktorand
01.10.2007-30.12.2008 – Spezialkorrespondent der politischen Redaktion der Zeitung „Newskoje wremja“
01.01.2009 bis heute: Stellv. Redakteur in der politischen Redaktion der Zeitung „Newskoje wremja“
01.03.2012 bis heute: Freier Beobachter der analytischen Zeitschrift „Odnako“.
Analytische, publizistische und informative Artikel über die Außenpolitik Russlands und über die politisch-ökonomische Situation in der Welt.
- Berichte über das Leben von gewöhnlichen Menschen in verschiedenen Ländern
- Interviews von russischen und ausländischen Experten und Politikern
- Hauptausrichtung: postsowjetischer Raum, europäische Schuldenkrise und Aufstieg Deutschlands, Aufstieg Chinas und „Arabischer Frühling“.
Zurzeit: Stellv. Redakteur in der politischen Redaktion der Tageszeitung „Newskoje wremja“, internationaler Beobachter; freier Beobachter der Zeitschrift „Odnako“.
Markante Punkte der journalistischen Tätigkeit von Michail Tjurkin:
Mai 2008 – Reise nach Japan mit einer Delegation der russischen Jugend auf Einladung des japanischen Außenministeriums im Vorfeld des G8-Gipfels auf Hokkaido Toyako.
Dezember 2008 – Reise nach China mit einer Delegation russischer Journalisten/Preisträger des Wettbewerbs um die beste Publikation über die VR China in regionalen Medien. Januar-Februar 2010 – Berichterstattung über den 1. und 2. Wahlgang bei der Präsidentschaftswahl in der Ukraine.
Dezember 2010 – Berichterstattung über die Präsidentschaftswahl in Belarus. Erlebte die gewaltsame Auflösung der Massendemonstration der Opposition mit.
August 2011 – Umfassendes Interview mit dem ersten Präsidenten der Ukraine Leonid Krawtschuk zum 20. Jahrestag der Unabhängigkeit des Landes.
September-Oktober 2012 – Berufspraktikum in der deutschen Regionalzeitung „Flensburger Tageblatt“ im Rahmen des Marion-Gräfin-von-Dönhoff-Programms für Nachwuchsjournalisten.
September 2013 – Berichterstattung über den G20-Gipfel in Strelnja bei Sankt Petersburg. Eine Reihe von Reportagen und analytischen Artikeln im Vorfeld, im Verlaufe und nach dem Treffen der führenden Persönlichkeiten der repräsentativsten und angesehensten internationalen Organisation der heutigen Zeit.

 

Träger des Sonderpreises im Rahmen des Peter-Boenisch-Gedächtnispreises 2013

Leonid Mletschin


Für seine journalistischen Verdienste verleiht der Petersburger Dialog den Sonderpreis im Rahmen des Peter-Boenisch-Gedächtnispreises an Leonid Mletschin, den internationalen politischen Beobachter, Autor und Moderator einer Reihe dokumentarischer TV-Sendungen, zweifachen Träger des TEFI-Fernsehpreises (2007, 2009), Mitglied des Schriftstellerverbandes der UdSSR (seit 1986) und des Moskauer Schriftstellerverbandes sowie Verdienten Kulturschaffenden der Russischen Föderation.
Lebenslauf Leonid Mletschin
Geboren am 12. Juni 1957 in Moskau in einer Schriftstellerfamilie. Abgeschlossenes Studium der internationalen Journalistik an der Lomonossow-Universität Moskau.
1979-1993 - Arbeit in der Wochenzeitschrift „Nowoje wremja“, zuletzt als stellvertretender Chefredakteur.
1993-1996 - Zeitung „Iswestija“, stv. Chefredakteur, Betreuer des Sachgebietes „Ausland“.
Seit 1994 – Moderator im russischen TV (2. Kanal) für internationale Sendungen „De facto“, danach „Welt ohne Grenzen“.
1996 – endgültig zum Fernsehen übergewechselt, politischer Beobachter der Allrussischen TV- und Rundfunkgesellschaft (VGTRK).
1997 – Wechsel zum „TV-Zentr“.
Moderator der Sendung „Sondermappe“, die 2000 mit dem Preis des Oberbürgermeisters von Moskau, 2004 – mit dem Preis des Russischen Journalistenverbandes und mit dem Großen Preis des Internationalen Film- und Fernsehforums „Wmeste“ in Jalta ausgezeichnet wurde. Zweimal (2007 und 2009) wurde Leonid Mletschin Träger des TV-Preises TEFI für das beste Drehbuch für eine Filmdokumentation.
Er ist Autor der Krimi-Fernsehserie „Spätes Abendessen“.
2010 – Teilnahme an der TV-Talkshow „Gericht der Zeit“ (5. Kanal).
Seit mehreren Jahren ist er ständiger Gast in der populären Rubrik „Besondere Meinung“ (Osoboe mnenie) beim Rundfunksender „Echo Moskwy“. Eine TV-Version davon wird von der Gesellschaft RTVI gesendet. Mletschin führt eine Kolumne in der Rubrik „Freie Themenwahl“ der Zeitung „Moskowskij Komsomolez“ und in der Zeitschrift „Journalist“. Er ist Mitglied der Kammer der Medienarbeitsgemeinschaft des Gesellschaftlichen Kollegiums für Beschwerden gegen die Presse.
Leonid Mletschin ist Mitglied des Schriftstellerverbandes seit 1986 und Autor vieler Buchtitel der Detektiv- und Dokumentarprosa sowie politischer Biografien.
Quelle: http://www.mlechin.com/