Vom 11. bis zum 15. Oktober 2007 tagte parallel zum 7. Petersburger Dialog das Deutsch-Russische Jugendparlament im Hessischen Landtag. Die Teilnehmer der Veranstaltung erstellten ein Ergebnispapier, das Sie im Folgenden nachlesen können (die russische Fassung kann am Ende der Seite heruntergeladen werden).
Europa: gemeinsame Zukunft?
Die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Russland soll sich nicht nur im Rahmen der EU-Russland Beziehungen entwickeln. Die Bereiche, in denen Deutschland an die Interessen der EU 
Foto: e.blatt gebunden ist, müssen jedoch respektiert werden. Trotzdem sollte die bilaterale Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Russland in vielen Bereichen vorangetrieben werden.
Deutsch-russische Beziehungen können außerdem nicht auf Kosten anderer Länder geführt werden.
Deutschland und Russland haben trotz der Unterschiede in Mentalität und Größe viel Gemeinsames und würden von der Zusammenarbeit und beiderseitigem Austausch in Fragen der Demokratie etc. profitieren.
Herausforderungen der Zeit und wichtige Politikfelder
Wir stehen für die Multilateralität und den offenen Dialog internationaler Akteure (Russland, EU, USA) in Bereichen der Außen- und Sicherheitspolitik. Diese Akteure müssen gemeinsam die möglichen Gefahren einschätzen und gemeinsame Lösungen finden (z.B. die kontroverse Stationierung von Raketenabwehrsystemen in Mitteleuropa).
Wir sind gegen die Schließung der Märkte, für die Gleichberechtigung privater Firmen und die Etablierung transparenter Regeln in den wirtschaftlichen Beziehungen zur Verbesserung des Investitionsklimas in Russland und der EU.
Als die wesentlichen Politikfelder erachten wir:
Warum sind Jugendkooperationen so wichtig?
In der Zusammenarbeit der beiden Staaten stellt die Jugend, der die Zukunft gehört, ein wichtiges Bindeglied dar. Nur die Unterstützung und Ausweitung von Jugendkooperationen ist dazu in der Lage, das Verständnis der Jugend beider Länder füreinander zu verbessern und ihre Interaktion zu stärken.
Im Laufe der Arbeit des Ausschusses „Jugendkooperationen“ tauchten folgende Probleme auf:
Für die Lösung der oben genannten Probleme schlägt der Ausschuss „Jugendkooperationen“ folgende Maßnahmen vor:
| 1. Sicherstellung einer genauen und effektiven Kontrolle der Zuweisung von Finanzmitteln für die Realisierung von Projekten; | • Finanzielle Unterstützung der Staaten für russische Organisatoren, die sich darum bemühen, deutsche Jugendliche für die Zusammenarbeit zu gewinnen; |
| 2. Gründung von Stiftungen, die beständig Mittel in die Durchführung deutsch-russischer Jugendprojekte investieren; | • Anwerbung von Geldern durch Kampagnen, um diese im Rahmen der Zusammenarbeit mit Deutschland zu verwenden; |
| 3. Schaffung einer gemeinsamen Informationsplattform, eines Internetportals, welches Informationen über die unterschiedlichen Bereiche der Zusammenarbeit deutscher und russischer Jugendlicher beinhaltet. Konkret sind zu nennen: Informationen aus den Massenmedien, Erfahrung kompetenter Menschen, Berichte von Teilnehmern der Veranstaltungen usw., außerdem Kontaktinformationen öffentlicher Organisationen, Stiftungen und Verwaltungsorgane; | • Regelmäßige Durchführung von Kontaktbörsen und PR-Maßnahmen (Werbeaktion in Medien, vor allem in unterschiedlichen Online-Resourcen und Jugendzeitschriften, Info-Emails an wissenschaftliche und Bildungsein-richtungen, evtl. eine Flyer-Aktion an dt. und russ. Schulen und Hochschulen [Flyer auslegen], Werbung über das Portal StudiVZ bzw. Vkontakte.ru) mit dem Ziel einer positiven Darstellung Russlands, Deutschlands und des Jugendparlaments bei den deutschen Jugendlichen und einer Steigerung der Motivation zur Zusammenarbeit ; |
| 4. Erweiterung der Öffentlichkeitsarbeit unter Heranziehung größerer Geldmittel für Werbekampagnen zugunsten von nichtkommerziellen Jugendorganisationen; | • Durchführung von Lehrveranstaltungen für potentielle Projektleiter im Bereich der Jugendkooperation, um eine fundierte Durchführung unterschiedlichster Veranstaltungen sicher zu stellen; |
| 5. Einbindung Russlands in EU-Austauschprogramme (z.B. Erasmus) als gleichberechtigter Partner, um die Verbundenheit Europas mit Russland zu fördern. Deutschland sollte hierbei eine entscheidende Mittlerrolle übernehmen, um auch die anderen EU-Staaten von der Bedeutung des Austausches mit Russland zu überzeugen; |
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| 6. Organisation einer stetigen Aktivität des Deutsch-Russischen Jugendparlaments. | • Etablierung des Deutsch-Russischen Jugendparlaments als Institution der beiden Länder. |
Rolle, Aufgaben und Charakteristika des deutsch-russischen Jugendparlaments
Ziel des deutsch-russischen Jugendparlaments ist ein Treffen der deutschen und russischen Jugend zur Diskussion über aktuelle politische, gesellschaftliche sowie kulturelle Themen, die diese beiden Länder angehen.
Der Charakter des deutsch-russischen Jugendparlaments soll auch in Zukunft ungebunden und unbürokratisch bleiben. Ziel des Treffens ist die Annäherung der Jugend beider Länder zum gegenseitigen Abbau von Vorurteilen. Mittels offenen Dialogs und Klartexts können die Jugendparlamente Politiker-Treffen ergänzen.
Für eine erfolgreiche Arbeit sehen wir folgende Herausforderungen:
Zur Gewährleistung der Effektivität schlagen wir folgende Maßnahmen vor:
Zur gegenseitigen Popularisierung der deutschen und der russischen Sprache sollten die zukünftigen Jugendparlamente diesem Problem mehr Aufmerksamkeit schenken. Nicht außer Acht lassen, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Jugendparlamente die potentiellen
Interessenten dazu bewegen sollten, die deutsche bzw. russische Sprache zu lernen.
| Anhang | Größe |
|---|---|
| Ergebnispapier 3. dt.-russ. Jugendparlament (russisch) | 90.27 KB |