Koch-Metschnikow-Forum

Auf dem Petersburger Dialog 2006 in Dresden gegründet, möchte das Koch-Metschnikow-Forum einen Beitrag zur Vernetzung von Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft auf dem Gebiet der Gesundheitsvorsorge leisten.
 

Die deutsch-russische Initiative zur Bekämpfung von In­fektions­krankheiten ist die bisher umfangreichste zivilgesell­schaftliche Zusammenarbeit beider Staaten im Gesundheitswesen. Ziel ist es, die weltweite Ausbreitung von Infektionskrankheiten wie AIDS und Tuberkulose, aber auch Vogelgrippe durch Kooperationen in den Bereichen Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft langfristig einzudämmen.

Das KMF ist ein zivilgesellschaftliches Netzwerk für alle, die ihren Beitrag zur aktiven Bekämpfung dieser Seuchen leisten wollen.
Neben der Durchführung wissenschaftlich-praktischer Veranstaltungen zur gegenseitigen Information und Weiterbildung sieht das KMF Stipendien- und Austauschprogramme für Nachwuchsmediziner und den Austausch von Präparaten und technischen Mitteln vor. Die Arbeit des KMF findet in den Sektionen  Tuberkulose, HIV/Aids, Virusdiagnostik und eHealth statt.
Logo Deutschland Land der Ideen
Am 24. März 2008, dem Welttuberkulosetag, erhielt das vom Petersburger Dialog initiierte Koch-Metschnikow- Forum im Rahmen der Initiative "Deutschland - Land der Ideen" eine Auszeichnung in der Kategorie Wissenschaft und Technik. Am 24. und 25. März fand ein wissenschaftliches Symposium mit einer begleitenden Fotoausstellung "You, Me & TB" im Langenbeck-Virchow-Haus in Berlin-Mitte statt.
 

Forschung über Grenzen hinweg

Unterzeichung der Gründungserklärung des KMF in Dresden 2006Große Ziele erfordern große Maßnahmen: Deutschland und Russland haben sich zusammengeschlossen, um gegen HIV, Hepatitis oder Tuberkulose (Tbc) vorzugehen. Vereinbart wurde diese Zusammenarbeit von Medizinern und Wissenschaftlern beim 6. Petersburger Dialog 2006 in Dresden. Namenspaten für das Forum waren übrigens der russische Immunologe Ilja Metschnikow und der deutsche Bakteriologe Robert Koch. Seitdem treffen sich Experten renommierter Kliniken, Universitäten, des öffentlichen Gesundheitswesens und der forschenden Industrie und arbeiten an Prävention, Erkennung und Behandlung gefährlicher Infektionskrankheiten. Erste Erfolge kann das Koch-Metschnikow-Forum bereits verbuchen: Gerade im Kampf gegen Tbc, die auch Westeuropa bedroht, wurden entscheidende Schritte unternommen. Doch nicht nur die Medizin profitiert von diesem engen Verhältnis zwischen Deutschland und Russland: Durch Kunstprojekte, Ausstellungen und den Austausch von Wissenschaftlern investieren beide Länder in die Zukunft ihrer Beziehungen. (Aus dem Text der Veranstalter, Deutschland - Land der Ideen)