10. Petersburger Dialog 2010 in Jekaterinburg

Jelzin-Universität Jekaterinburg
Podiumsdiskussion zur Eröffnung des 10. Petersburger Dialogs
Arbeitsgruppe Zivilgesellschaft in Jekaterinburg
Eröffnungsveranstaltung des 10. Petersburger Dialogs
Nikita Michalkow
Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Hermann Parzinger
Peter-Boenisch-Gedächtnispreis 2010: Pauline Tillmann
Bundeskanzlerin Angela Merkel und Präsident Dmitri Medwedew beim  Petersburger D
Arbeitsgruppe Kirchen in Europa
Arbeitsgruppe Wirtschaft
Abschließende Plenarsitzung des Petersburger Dialogs
Kloster der Heiligen Zarenmärtyrer

Auf den Gemeinsamkeiten der Geschichte aufbauen und in die Zukunft denken – dieser Leitfaden zog sich durch den 10. Petersburger Dialog und seine acht Arbeitsgruppen. Unter dem Dachthema „Deutsche und russische Gesellschaft im nächsten Jahrzehnt“ tagten rund 300 deutsche und russische Teilnehmer vom 13.-15. Juli 2010 in Jekaterinburg am Ural.

Eröffnet wurde der 10. Petersburger Dialog von den Vorsitzenden der Lenkungsausschüsse, Lothar de Maizière und Wiktor Subkow, sowie dem Gouverneur der Swerdlowsker Oblast Alexander Mischarin. An der diesjährigen Podiumsdiskussion nahmen Prof. Dr. Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, und Nikita Michalkow, Vorsitzender des Verbandes der russischen Filmschaffenden, teil. Beide unterstrichen in ihren einleitenden Reden die Bedeutung der kulturellen Wurzeln für die deutsch-russischen Beziehungen. Das Interesse aneinander müsse in mehr Wissen übereinander verwandelt werden, so Parzinger. Initiativen dazu hervorzubringen und voranzutreiben, sei eine wichtige Aufgabe des Petersburger Dialogs.

Dieser Gedanke wird in den acht Arbeitsgruppen umgesetzt, die in Jekaterinburg sehr lebhaft, teils auch kontrovers, diskutierten. Zu den aktuellen Projekten und Ergebnissen des 10. Petersburger Dialogs zählen die Ausstellungen „Bronzezeit – Europa ohne Grenzen“ und „Russen und Deutsche, 1000 Jahre Geschichte, Kunst und Kultur“, zwei Publikationen, hervorgegangen aus den Projekten „Avantgarde Architektur“ und „Welterbe weiterbauen“, eine Initiative zur Gründung eines deutsch-russischen Sozialforums sowie die Weiterführung des Projekts zur Erstellung gemeinsamer deutsch-russischer Lehrmaterialien für den Geschichtsunterricht. Langfristig gesehen ist dies ein erster Schritt auf dem Weg zu einem deutsch-russischen Geschichtsbuch, ähnlich dem deutsch-französischen Beispiel. Auch im Rahmen der Modernisierungspartnerschaft wurde die Arbeit verstärkt fortgesetzt; die bilateralen deutsch-russischen Erfahrungen im Petersburger Dialog können dabei auch für die russisch-europäischen Partnerschaftsbeziehungen einen wichtigen Impuls geben. Der diesjährige Schwerpunkt lag im Bereich der Logistik. Ein erster Studiengang am neu eingerichteten Zentrum für Logistik der Universitäten St. Petersburg und Wiesbaden (European Business School) wird im Herbst 2010 starten. Ein weiteres Pilotprojekt im Logistikbereich befasst sich mit „Infrastrukturentwicklung für Metropolregionen“.