Vom 19. Juli bis zum 2. August fand das Deutsch-Sibirische Jugendforum „Einfluss der Jugend auf die politischen Prozesse in Europa“ statt. Zum achten Mal organisierte das Projekt die Friedrich-Ebert-Stiftung in Zusammenarbeit mit der Altajer Stiftung für soziale Unterstützung und zivilgesellschaftliche Initiativen, Barnaul.
22 Jugendliche aus deutschen und sibirischen Städten trafen sich für zwei Wochen, um sich mit den wesentlichen politischen Problemen auseinander zu setzen. Die erste Woche fand in Wartin, Deutschland, statt, die zweite in Barnaul, Russland. In beiden Teilen hatten die Forumsteilnehmer die Möglichkeit, die politische Situation vor Ort kennen zu lernen und mit den örtlichen Experten zu diskutieren.
Im Mittelpunkt der Diskussionen standen aktuelle politische Themen, die für die zukünftige Entwicklung der deutsch-russischen Beziehungen und der Partnerschaft zwischen der EU und Russland, aber auch für die Entwicklung der einzelnen Länder von Bedeutung sind. Folgende Fragen behandelten die Teilnehmer mit besonderem Interesse: „Geschichte und Erinnerung“, „Energiepolitik und Umweltschutz“, „Bildungspolitik“, „Migration und Demografie“, „Internationale Vereinigungen“, „Finanzkrise“, „Kultur und Macht“, „Unabhängigkeit der Medien“, „Zivilgesellschaft in Deutschland und in Russland“.
Das inhaltsreiche Programm wurde durch thematische Ausflüge ergänzt. In Berlin diskutierten die Teilnehmer zum Thema der deutsch-russischen Beziehungen mit Gernot Erler, Staatsminister im Auswärtigen Amt. Im Potsdam traf die Gruppe mit Clemens Appel, Chef der Staatskanzlei des Landes Brandenburg, zusammen. In Barnaul hielt Vladislav Inozemtsev, Wissenschaftlicher Leiter des Zentrums zur Erforschung postindustrieller Gesellschaften, einen Vortrag zum Thema „Weltfinanzkrise“. Das Deutsch-Sibirische Jugendforum fand mit freundlicher Unterstützung von Prof. Dr. Herta Däubler-Gmelin und Dr. Wladimir Ryzhkow statt.