Organisationsseminar in Samara vom 16.-17. November 2011
Im Auftrag des Petersburger Dialogs fand unter der Leitung der Ko-Vorsitzenden der Arbeitsgruppe Zivilgesellschaft Prof. Michael Fedotow und Botschafter a.D. Ernst-Jörg von Studnitz am 16. und 17. November 2011 in Samara ein Organisationsseminar zur Grundlegung der Arbeit des „Deutsch-Russischen Sozialforums im Rahmen des Petersburger Dialogs“ statt. Daran nahmen 18 Vertreter russischer sozialer Initiativen und 9 deutsche Experten teil.
Zunächst stand das Konzept des Sozialforums im Zentrum der Betrachtung. Es versteht sich als eine Plattform für Erfahrungsaustausch und will dadurch bessere Möglichkeiten der Arbeit für bedürftige Menschen schaffen. Der Mensch muss im Mittelpunkt aller Aktivitäten stehen. Hierin müssen alle Kreise einbezogen werden über die Bedürftigen und die Träger sozialer Initiativen hinaus. Die Öffentlichkeit, die staatlichen Institutionen sollen genauso wie Vertreter des Wirtschaftslebens angesprochen werden. Es bestand Einvernehmen, dass das Forum keine juristische Struktur annehmen will, sondern ein breites Netzwerk für alle Interessenten schaffen will. Für die Anfangszeit steht das Sozialforum unter der Lenkung der beiden Koordinatoren und jeweils dreier deutscher und russischer Initiatoren. Auf deutscher Seite sind das Anne Hofinga, Vorstandsvorsitzende des Zentrums Perspektive in Russland, der Bürgermeister von Altena, Dr. Andreas Hollstein, und Gabriele Osing, Leiterin der Abteilung Soziale Dienste im Arbeiter-Samariter-Bund. Russische Initiatoren sind Anatoli Arsenichin, Präsident der NGO „Offene Alternative“, Samara, Jewgeni Petscherskich, Vorsitzender des Vorstands „Städtische gesellschaftliche Organisation für Rollstuhlfahrer“, Samara, und Elena Zhemkova, Geschäftsführerin der Menschenrechtsorganisation „Memorial“, Moskau.
Nach der Verabschiedung des Konzepts berichteten die Teilnehmer des Seminars über ihre NGOs und deren Beitrag zur Lösung sozialer Probleme. Über folgende Probleme wurde berichtet:
Das Organisationsseminar verstand sich auch als Impulsgeber für die weitere Arbeit, die nur an Hand von zu setzenden Prioritäten geleistet werden kann. Dabei werden zunächst solche Themen berücksichtigt, für die schon Vorarbeiten geleistet sind und für die es Möglichkeiten der Finanzierung gibt. Das sind folgende Vorhaben:
Hierzu werden die jeweiligen Initiatoren mit ihren Partnern in eigner Verantwortung tätig werden.
Zu den weiteren Aufgaben, die unter dem Dach des Sozialforums kurzfristig zu erbringen sind, zählen der Aufbau einer Homepage und die Ausarbeitung des Kooperationsmodells Pskow für eine Präsentation beim nächsten Petersburger Dialogtreffen.
Ernst-Jörg von Studnitz, 20. November 2011
