Der Nachlass einer Ravensbrückerin - Ausstellung in Karlshorst ab 25. April 2008

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Antonina Aleksandrowna Nikiforowa (1907-2001):
"geboren 1907 in Leningrad, russisch, parteilos, akademisch…"

Ausstellung Antonina Nikiforowa Ab dem 25. April wird im Deutsch-Russischen Museum Berlin- Karlshorst eine Wanderausstellung der Gedenkstätte Ravensbrück gezeigt, in deren Zentrum der Nachlass der russischen Ärztin und Autorin Antonina Aleksandrowna Nikiforowa steht, die im Frauen- Konzentrationslager Ravensbrück inhaftiert war. Antonina Nikiforowa wurde am 16. Juni 1907 in St. Petersburg geboren. Als Zeitzeugin eines wechselvollen Jahrhunderts der russischen Geschichte erlebt sie Oktoberrevolution und "Großen Vaterländischen Krieg", Stalinismus und die Sowjetunion sowie deren Auflösung. Die sie prägenden Jahre verbringt Nikiforowa jedoch im Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück, in dessen Krankenrevier sie als Pathologin und praktische Ärztin arbeiten muss.
Nikiforowa macht es sich zur Lebensaufgabe, über Ravensbrück zu berichten, über die nationalsozialistischen Verbrechen aufzuklären und an den Frieden zu mahnen. Neben dem Schriftgut von Antonina Nikiforowa selbst enthält der umfangreiche Nachlass auch Erinner- ungen von anderen sowjetischen Frauen an die Kriegszeit. In der Gesamtheit der überlieferten Zeugnisse über Ravensbrück ist diese Gruppe bis heute unterrepräsentiert.

Die Ausstellung ist bis zum 6. Juli 2008 zu sehen. Weitere Informationen finden Sie hier.

Mit dem Thema Konzentrationslager hat sich auch die Preisträgerin des Peter-Boenisch-Gedächtnispreises 2006, Viktoria Mironova, befasst, die im Rahmen ihrer Recherechereise durch Deutschland auch die Gedenkstätte Ravensbrück besuchte. Ihren Artikel (in russischer Sprache) lesen Sie hier.