Bildung und Wissenschaft

Koordinatoren:
Prof. Dr. Wilfried Bergmann, Mitglied des Senats, Europäische Akademie der Wissenschaften und Künste
Prof. Dr. Igor Maksimzew, Rektor, Staatliche Universität für Wirtschaft und Finanzen St. Petersburg

VERANSTALTUNGEN UND PROJEKTE DER ARBEITSGRUPPE BILDUNG UND WISSENSCHAFT


Die Arbeitsgruppe hat in der Zeit Ihres Bestehens eine Vielzahl an beachtlichen Projekten und Vereinbarungen hervorgebracht. Eines der Hauptprojekte der Arbeitsgruppe und des Petersburger Dialogs war von Beginn an die Schaffung einer festen Institution für den deutsch-russischen Jugendaustausch. Im Jahr 2004 wurde auf den 1. Deutsch-Russisches Jugend- und Schülerparlament
Foto Oliver Killig
deutsch-russischen Regierungskonsultationen das Abkommen zur Gründung der Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch unterschrieben, die am 4. Oktober 2006 ihre Arbeit in Hamburg aufgenommen hat. Mit dem ersten deutsch-russischen Jugend- und Schülerparlament auf dem 6. Petersburger Dialog hat die Stiftung ihr erstes erfolgreiches Projekt durchgeführt, das auch im Jahr 2007 zeitnah zur Hauptveranstaltung in Wiesbaden fortgeführt werden wird.
Ein weiteres großes Projekt wurde erstmals in Hamburg 2004 als Projekt vorgestellt und auf dem 6. Petersburger Dialog in Dresden aus der Taufe gehoben: Im Beisein des russischen Präsidenten Wladimir Putin und der Bundeskanzlerin Angela Merkel wurde am 10. Oktober 2006 eine Vereinbarung über die künftige deutsch-russische Zusammenarbeit im Bereich Medizin unterzeichnet und damit das Koch-Metschnikow-Forum offiziell gegründet (siehe auch Rubrik Projekte).
Während des Petersburger Dialogs 2006 unterzeichneten die Institute der Technischen Universität Bergakademie Freiberg/Sachsen und des Staatlichen Bergbauinstitut (Universität) St. Petersburg eine Absichtserklärung, die eine verstärkte Kooperation auf dem Gebiet der Rohstoffforschung, -exploration und -verarbeitung vorsieht. Hier soll ein »Forum für Rohstofffragen« aufgebaut werden, das primär an den beiden Hochschulen angesiedelt sein soll. Parallel zur Hauptveranstaltung im Oktober 2007 ist geplant, eine Fachtagung des Forums durchzuführen.
Die European Business School (ebs) Wiesbaden und die Akademie der Volkswirtschaft bei der Regierung der Russischen Föderation in Moskau haben in einer ebenfalls während des Petersburger Dialogs 2006 unterzeichneten Absichtserklärung die Vertiefung der Zusammenarbeit im Bereich Verkehrswesen/Logistik begonnen.
Im September 2005 wurde das Deutsche Historische Institut (DHI) in Moskau in Zusammenarbeit mit der Deutsch-Russischen Historikerkommission offiziell eröffnet.
Seit 2004 kooperiert die Fakultät für Polar- und Meeresforschung an der Universität St. Petersburg zusammen mit deutschen Universitäten und dem Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (Bremerhaven).
Die Arbeitsgruppe unterstützt seit 2003 das Projekt „Hochschulen fit für Bologna“ durch das im Rahmen einer Bildungsinitiative ein Netzwerk deutsch-russischer Studiengänge zum Aufbau neuer internationaler Strukturen für die Umsetzung der Bologna-Strategie entstehen soll.
Das Jahr 2007 wurde von Wladimir Putin in einem Erlass vom Dezember 2006 offiziell zum Jahr der Russischen Sprache erklärt. Aus diesem Anlass finden 2007 in und außerhalb Russlands zahlreiche Veranstaltungen wie Konferenzen und Weiterbildungen sowie Wettbewerbe für Russischlernende statt, die vom Petersburger Dialog unterstützt werden.

Anlässlich der Plenarsitzung des Petersburger Dialog am 2. Oktober 2008 in St. Petersburg, an der auch der russische Präsident Dimitri Medwedew und die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel teilnahmen, wurde unter anderem eine „Gemeinsame Erklärung des Petersburger Dialogs zur Gestaltung der Modernisierungspartnerschaft“ unterschrieben.

In diesem Dokument, das die wachsende Notwendigkeit einer weiteren zukunftsorientierten dynamischen Entwicklung der bilateralen Beziehungen zwischen den Zivilgesellschaften beider Staaten unterstreicht, sind insbesondere die Bereiche Gesundheitsfürsorge, Weiterentwicklung bürgernaher rechtsstaatlicher Instrumentarien, Effizienz der Rohstoffgewinnung und –nutzung sowie Logistik als Schwerpunktsthemen benannt.

Mit der Vorbereitung und Umsetzung der Modernisierungspartnerschaft, der Steuerung der Finanzierung und der Erfolgskontrolle der Maßnahmen wurden federführend die beiden Koordinatoren für Bildung und Wissenschaft des Petersburger Dialogs e.V. (Prof. Dr. Wilfried Bergmann und Prof. Dr. Ljudmila Werbizkaja) beauftragt.

Für das Jahr 2009 werden erste Maßnahmen zur „Förderung der Rechtsstaatlichkeit“ und „Weiterbildung im Bereich der Gesundheitsvor- und –fürsorge“ im Petersburger Dialog e.V. durchgeführt.