Ausstellung Städte im Aufbruch. München und Moskau 1812–1914

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Eine Ausstellung des Bayerischen Hauptstaatsarchivs, des Stadtarchivs München und des Museums für die Geschichte Moskaus in Gesamtverantwortung der Bayerischen Staatskanzlei vom 7. Oktober bis 27. November 2009

„Städte im Aufbruch. München und Moskau 1812–1914“ bietet eine Geschichte der Stadtentwicklung aus einem besonderen Blickwinkel. Die Ausstellung zeigt für München und Moskau die Entstehung der modernen, städtischen Infrastruktur und führt damit beispielhaft Entwicklungen vor, die in allen europäischen und nordamerikanischen Metropolen im 19. Jahrhundert nach gleichem Muster verliefen und auch heute das Rückgrat unseres städtischen Zusammenlebens bilden.

Anhand von etwa 160 teilweise noch nie öffentlich gezeigten Exponaten aus Münchner Archiven und aus dem Museum für die Geschichte Moskaus, überwiegend Stadtplänen, Stadtansichten, sonstigen Plänen und Fotos wird die Umsetzung folgender Maßnahmen der Stadtplanung und -gestaltung verglichen:

– gezielte Stadterweiterung und Eingemeindung, Verkehrsplanung (Eisenbahnbau, öffentlicher
Nahverkehr, Flusseindeichung, Brückenbau),
– Hygiene (Trinkwasserversorgung, Abwasserkanalisation, Friedhöfe),
– sozialpolitische Maßnahmen (Krankenversorgung, Armenfürsorge, Altersheime, Waisenhäuser,
Arbeitsvermittlung),
– Ausbau des Schul- und Bildungswesens,
– Energieversorgung (Straßenbeleuchtung, Gas und Elektrizität),
– Polizei und Feuerwehr,
– Lebensmittelversorgung (Viktualienmärkte, Großmärkte, Schlachthöfe, Getreideschrannen).

Unmittelbarer Anlass für die Präsentation der Ausstellung ist der am 6. Oktober stattfindende 6. Moskauer Wirtschaftstag in Bayern, dessen Themenschwerpunkte Energieeffizienz (insbesondere bei Gebäuden und in Produktionsprozessen), Umwelttechnologien (insbesondere in Wasser- und Abfallwirtschaft) und Gesundheitswesen sind, mithin die globalen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts.

Ort: Bayerisches Hauptstaatsarchiv, Ausstellungsräume Ludwigstraße 14, München
Ausstellungsdauer: 7. Oktober bis 27. November 2009. Der Eintritt ist frei.
Öffnungszeiten der Ausstellung: Montag bis Freitag 10.00–18.00 Uhr
Führungen: Allgemeine öffentliche Führungen jeden Dienstag um 17.00 Uhr (kostenlos). Für Gruppen können weitere Termine vereinbart werden.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog, der viele der Exponate in Farbe wiedergibt.