6. Deutsch-Russisches Jugendparlament

Im Plenarsaal
Die Mitglieder des Jugendparlaments

Vom 11. bis 16. Juli hat parallel zum Petersburger Dialog und den deutsch-russischen Regierungskonsultationen auch das 6. Deutsch-Russische Jugendparlament in Jekaterinburg getagt. Die Beratungen der 50 Jugendlichen aus Deutschland und Russland standen unter dem Motto „Russland und Deutschland: Gemeinsame Herausforderungen - gemeinsame Lösungen“.
Dass das Deutsch-Russische Jugendparlament seine Beratungen im Plenarsaal eines „echten“ Parlaments feierlich eröffnen und beschließen konnte, hat inzwischen gute Tradition. Der Gouverneur des Swerdlowsker Gebiets, Alexander Mischarin, ließ es sich nicht nehmen, die Jugendlichen persönlich zu begrüßen und betonte dabei, dass das Deutsch-Russische Jugendparlament eine der bedeutendsten Veranstaltungen in der deutsch-russischen Partnerschaft sei, weil gerade die Jugend mit Optimismus und in dem Bestreben, das Leben zu verbessern, an die jeweiligen Herausforderungen herangeht.

Die „Jungparlamentarier“ beraten nach parlamentarischen Regeln in Plenar- und Ausschusssitzungen. Im Mittelpunkt der vier Ausschüsse standen Themen, welche die Teilnehmer selbst ausgewählt hatten: die Rolle der Jugend in der Zivilgesellschaft; die Zusammenarbeit bei der Lösung ökologischer Probleme; Bildung und die Ein-gliederung in den Arbeitsprozess; sowie Toleranzprobleme im Jugendmilieu. Durch eigene Recherchen und Expertenanhörungen, u. a. des Geschäftsführers der Russisch-Deutschen Energieagentur in Moskau, Thomas Hendel, der Leiterin der Berliner Hauptstadtredaktion des Deutschlandradio, Sabine Adler, der Programm-leiterin GUS der Robert Bosch Stiftung, Ottilie Bälz, und des Osteuropa-Chefs der Commerzbank, Per Fischer, vertieften die Jugendlichen ihr Hintergrundwissen und die Grundlage für informierte Schlussfolgerungen.
Die Co-Vorsitzenden des Jugendparlaments, Anna Ryschowa aus Tomsk und Alexander Schauer aus Berlin, haben die Ergebnisse im Rahmen der Abschluss-sitzung des Petersburger Dialogs vorgetragen. Den Vorschlag, künftig auch den Aus-tausch von Auszubildenden gezielt zu fördern, griff Bundeskanzlerin Dr. Merkel zu-stimmend auf. Besonderes Interesse fanden ferner die Vorschläge, das ehrenamtliche Engagement von Jugendlichen in beiden Ländern zu fördern, ein freiwilliges öko-logisches Jahr und Ökologieunterricht in allen Bildungseinrichtungen einzuführen sowie eine Internetplattform zur Förderung der Integration von Immigranten in beiden Ländern zu schaffen.

Die Deutsch-Russischen Jugendparlamente verstehen sich als „Schule der Zivilgesellschaft“: Sie wollen das Verständnis der Teilnehmenden für die Regeln der Demokratie und der parlamentarischen Meinungsbildung fördern. Zugleich wollen sie den Jugendlichen die Möglichkeit der eigenen Einflussnahme auf gesellschaftliche Fragestellungen verdeutlichen und sie so zu aktivem politischem Engagement motivieren.


 

AnhangGröße
Ergebnispapier des 6. Deutsch-Russischen Jugendparlaments213.96 KB
Pressemitteilung zum Abschluss des 6. Deutsch-Russischen Jugendparlaments212.1 KB