1. Deutsch-Russisches Rohstoff-Forum

Im Folgenden finden Sie einen Auszug aus dem Abschlussdokument des 1. Deutsch-Russischen Rohstoff-Forums. Das komplette Dokument finden Sie unten auf der Seite.



Abschlussdokument

über die Ergebnisse der 1. Konferenz des Deutsch-Russischen Forums zu Fragen der Nutzung von Rohstoffressourcen

Das Deutsch-Russische Rohstoff-Forum ist eine im Rahmen des Petersburger Dialogs gegründete gemeinsame Plattform, die sich auf wissenschaftlicher Basis den Problemen der Rohstofferkundung, -gewinnung und -verarbeitung stellt. Die angesprochenen und erarbeiteten Themen sollen insbesonde durch Wissenschaftseinrichtungen beider Länder aufgegriffen werden, um wirtschaftlich umsetzbare Lösungen zu generieren und so die wissenschaftlichen wie die wirtschaftlichen Beziehungen beider Länder zu stärken.

I. Dabei folgt das Forum insbesondere folgenden Leitmotiven:

W. Jasew, Prof. Dr. Holst, Prof. Dr. Litwinenko und Prof. Dr. Töpfer
Foto: Thomas Augsten
1. Globalisierung der Rohstoffmärkte bedeutet eine Erhöhung der Effizienz der Rohstoffnutzung, was gleichzeitig eine verstärkte Zusammenarbeit der Staaten erfordert.
2. Der Zustand der sozio-ökonomischen Lebensbedingungen in den Ländern, die Rohstoffe liefern bzw. nutzen, hängt wesentlich von der Effizienz der Förderung, der Verarbeitungstiefe und des Transports sowie der effizienten Nutzung von diesen Rohstoffen ab.
3. Zur Verbesserung dieser Bedingungen ist ein gemeinsames Handeln der Staaten erforderlich.
4. Dieses Handeln darf sich nicht nur am technologischen Wettbewerb der Gewin-nungsmethoden orientieren, sondern sollte auch an einer Effektivierung und Intensivierung der Nutzung von Rohstoffen interessiert sein.
5. Das gemeinschaftliche Handeln führt zu einer weiteren Liberalisierung der Märkte und bietet den beteiligten Staaten höhere Chancen bei ihren außenwirtschaftlichen Tätigkeiten.
6. Da die außenwirtschaftliche Tätigkeit kein Selbstzweck, sondern Mittel für die Entwicklung der Staaten ist, nehmen die Rohstoffmärkte und ihre Verflechtungen eine exponierte Stellung im System der Globalisierung ein.
7. Rohstoffe sind strategische Wirtschaftsgüter und spielen eine führende Rolle für die Konkurrenzfähigkeit der Unternehmen und Staaten, die Rohstoffe fördern und verarbeiten.
8. Einen besonderen Stellenwert in der Wertschöpfungskette von der Erkundung bis zur fertigen Ware spielt dabei das vorhandene intellektuelle und wissenschaftlich-technische Potential der beteiligten Staaten.
9. Diese Potentiale müssen effektiv genutzt sowie nachhaltig ausgebaut und auf eine gemeinsame Basis gestellt werden, die interkulturelle bzw. interdisziplinäre Ansätze in den Vordergrund stellt.
10. Nur eine gemeinsame nachhaltige Rohstoffwirtschaft gewährleistet die weitere Prosperität der Volkswirtschaften.


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